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Die Mäusehochzeit   

© by Inga Rothe

Überall hingen Plakate, auf dem stand:

Wir heiraten!!!

Ihr seid alle eingeladen.

Wann?

Am 1.Mai, um 16 Uhr

 

Ein reges Treiben herrschte nun im Wald. Alles wurde geputzt und geschmückt.

Nur Piepsi hatte nichts zu tun, keiner wollte ihn dabei haben, da er ziemlich tollpatschig war.

Traurig lief er von einem zum Anderen.

Eigentlich hieß er ja Klaus, aber da er ziemlich klein war und auch so eine piepsige Stimme hatte, nannten ihn alle Piepsi!

„Manno, Piepsi nun hau doch mal ab, du störst uns!" rief Oskar, der hier das Sagen hatte.

Somit versteckte er sich zwischen einen riesigen Holzstapel und überlegte, was er tun könne.

Als Festsaal suchten sich die Mäuse ein altes verlassenes Haus und bereiteten darin alles vor.

Der freche Fritz begab sich in das nahe gelegene Dorf, um den Festbraten zu besorgen.

Das war ziemlich gefährlich, denn die Leute hatten viele Katzen, die gerade auf solche Gelegenheiten warteten. Leise huschte er durch eine winzige Ritze und befand sich in einer großen Küche. Das Wasser lief ihm im Mausemund zusammen, bei dem Anblick von soviel Käse und Speck! Er konnte es gar nicht alles tragen, also lief er ganz schnell zurück, um eine Mäusetruppe zusammen zu stellen.Viele Freiwillige meldeten sich und los ging es.

Niemand von ihnen hatte aber damit gerechnet, dass Katzen einen großen Geruchssinn haben und somit spürten sie die Mäuseschar schnell auf.

Während die ersten Mäuse Käse und Speck heim trugen, wurden die letzten von Kater Jonas bedroht, der sich ihnen mitten in den Weg stellte.

Der Schreck ließ ihre Mäuseglieder erzittern!

Fritz, der das mit bekam, flitzte hin und her, um ihn abzulenken, aber Jonas pustete sich regelrecht auf, so dass Fritz sich vor lauter Angst in einer Ritze verkroch und beinahe in die Mausehose gemacht hätte.

Was sollte er nun tun? Da hatte er eine Idee, er sah den Haushund in der Ecke liegen, der war so dick und fett, dass er gar nichts mit bekam. Fritz wusste aber, Katzen fürchten sich vor Hunde. Also rief er alle gefährdeten Mäuse in die Hundeecke. Er selber zwickte den fetten Hasso in die Nase, damit dieser wach wurde!

Jaulend sprang der auf und Kater Jonas wurde plötzlich wieder ganz dünn und verschwand laut kreischend.

Eilig packten die Mäuse ihre Beute und liefen so schnell es ging nach Hause.

Fritz seine Heldentat war nun das Gespräch des Tages und machte seine Runden.

Piepsi war traurig, denn auf solche Ideen hätte er doch auch kommen können.

Endlich war es so weit! Heute wurde die Hochzeit von Frieda und Friedrich Mausefell gefeiert.

Dazu kamen viele Mäuse, vom Feld, aus dem Wald und auch die, die im Dorf wohnten.

    

Es wurde getanzt, gegessen und auch viele Spiele gemacht.

Da es soviel zu essen gab, wurden alle Mäuse im nu Kugelrund und auch etwas träge. Das heißt, sie konnten nicht mehr so schnell laufen.

Gerade als zur Damenwahl aufgerufen wurde, gab es einen großen Knall und an der Tür stürzte ein großer Teil der Wand ein.

Beinahe hätte es die Braut erwischt! Aber es kam noch schlimmer, denn mitten in dem Geröll stand Kater Jonas!

Der schnappte sich auch gleich eine Maus aus der Nachbarschaft, die nun ihr Leben lassen sollte!

Im selben Moment sprang Piepsi auf einen losen Stein über Jonas, der sich dadurch löste und genau auf den Kopf des Katers fiel!

Dieser brach ohnmächtig zusammen! Die Nachbarsmaus noch im Maul! Schnell befreite sie Piepsi und alle Mäuse flüchteten tief in den Wald.

Piepsi wurde als Held gefeiert, als Lebensretter aller Hochzeitsgäste! Und ab sofort hieß er auch wieder Klaus!

Denn keiner wäre entkommen, hätte er den Kater nicht ko gesetzt, da ja alle Mäuschen viel langsamer laufen konnten.

Falls ihr Kinder in den Wald geht und eine Maus seht, dann fragt doch mal nach Klaus von Maus, sicher kennt ihn jeder!

                      

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